Die Kurzantwort Lässt die Warmwasserleistung langsam nach – erst dauert es länger, dann wird es nicht mehr richtig heiß –, ist in Regensburg fast immer Kalk die Ursache. Bei rund 17 °dH („hartes” Wasser) setzen sich Heizstäbe und Wärmetauscher zu. Perlatoren und Duschkopf dürfen Sie selbst entkalken; das Gerät innen zu entkalken oder den Heizstab zu tauschen ist Fachsache, weil Strom bzw. Gas und Wasser zusammenkommen.

Warum das in Regensburg besonders oft vorkommt

Das Trinkwasser der REWAG liegt bei etwa 17 °dH und fällt damit in den Härtebereich „hart”. Beim Erhitzen fällt der gelöste Kalk aus und legt sich als harte Schicht auf Heizstäbe, Wärmetauscher und in den Boiler. Diese Schicht wirkt wie eine Dämmung: Das Gerät braucht länger, verbraucht mehr Energie und bringt am Ende weniger heißes Wasser. Ein schleichend nachlassender Warmwasserkomfort ist deshalb hier selten ein Defekt, sondern meist schlicht Verkalkung.

Das können Sie selbst tun

  • Perlator entkalken. Das Sieb vorn am Wasserhahn abschrauben und über Nacht in Essig- oder Zitronensäure legen. Oft kommt allein dadurch der Strahl – und das Gefühl von „mehr Druck” – zurück.
  • Duschkopf entkalken. Gleiche Methode. Verkalkte Düsen verteilen das warme Wasser schlechter und lassen die Dusche kühler wirken.
  • Temperatur sinnvoll wählen. Am Speicher rund 60 °C einstellen: heiß genug gegen Legionellen, ohne die Verkalkung unnötig zu beschleunigen. Deutlich höhere Einstellungen verkalken schneller.
  • Beobachten. Wird nur an einer Zapfstelle das Wasser lau, liegt es eher an Armatur oder Perlator. Wird es überall schwächer, steckt das Problem im Gerät.

Ab hier ist es Profi-Sache

Einen Durchlauferhitzer oder Boiler innen zu entkalken, den Heizstab oder die Schutzanode zu tauschen oder den Wärmetauscher einer Therme zu spülen, gehört in Fachhände: Das Gerät muss stromlos bzw. gassicher gemacht, geöffnet und anschließend dicht wieder verschlossen werden. Beim Gasgerät kommt die Abgasprüfung dazu. Wir entkalken, prüfen die Anode und sagen Ihnen ehrlich, ob sich das bei Ihrem Gerät noch lohnt oder ein Austausch die günstigere Lösung ist.

Typisch Regensburg

Die 17 °dH stammen aus der Wassergewinnung der REWAG (überwiegend Sallern und Oberer Wöhrd, dazu Grundwasser und ein kleiner Anteil Donau-Uferfiltrat) – gutes, mineralreiches Wasser, aber eben hart. In Haushalten ohne Enthärtungsanlage, wie sie in vielen Regensburger Altbauwohnungen fehlt, ist die Verkalkung von Geräten deshalb eher die Regel als die Ausnahme. Wer ohnehin einen neuen Durchlauferhitzer plant, sollte die Wasserhärte von Anfang an mitdenken – wir beraten dazu vor Ort.

Rufen Sie an, schildern Sie Ihren Fall – wir sagen Ihnen ehrlich, ob Entkalken reicht oder ein Austausch sinnvoller ist.

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