A

Anlagendruck / Manometer

Der Wasserdruck im Heizsystem, ablesbar am Manometer der Heizung. Fällt er unter den grünen Bereich, heizt die Anlage schlecht; ständig fallender Druck deutet auf ein Leck oder ein defektes Ausdehnungsgefäß – ein Fall für die Heizungsreparatur.

Anlagenmechaniker SHK

Die offizielle Berufsbezeichnung für das, was die meisten „Klempner“ oder „Installateur“ nennen: die Fachkraft für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Der „Klempner“ ist fachlich eigentlich der Spengler, der Bleche und Dachrinnen bearbeitet – im Alltag meinen aber fast alle den Sanitärbetrieb, und so verstehen wir es auch.

Armatur / Einhebelmischer

„Armatur“ ist der Oberbegriff für die Entnahmestelle – umgangssprachlich der Wasserhahn. Der Einhebelmischer (auch „Mischbatterie“) mischt Warm- und Kaltwasser mit einem Hebel.

Ausdehnungsgefäß (MAG)

Ein Druckbehälter, der die Volumenschwankungen des Heizwassers auffängt, wenn es sich erwärmt und abkühlt. Ein defektes Ausdehnungsgefäß ist eine häufige Ursache für ständigen Druckverlust.

B

Bezirksschornsteinfeger

Der hoheitlich zuständige Schornsteinfeger. Er führt die gesetzliche Abgasmessung und die Feuerstättenschau durch – das ist nicht dasselbe wie die Heizungswartung, die der SHK-Betrieb übernimmt. Beides gehört zum sicheren Heizungsbetrieb.

Biofilm

Ein schmieriger Belag aus Ablagerungen und Mikroorganismen, der sich in Abflüssen und im Überlauf bildet. Biofilm ist die häufigste Ursache für unangenehme Gerüche aus dem Abfluss – regelmäßige Reinigung hilft, aggressive Chemie schadet eher.

Brennwerttherme / Brennwerttechnik

Moderne Gas-Heiztechnik, die zusätzlich die Wärme aus den Abgasen nutzt – deshalb effizienter als alte Heizthermen. Beim Thermentausch ist Brennwert heute der übliche Standard.

D

Druckminderer

Ein Ventil am Hausanschluss, das zu hohen Leitungsdruck auf ein verträgliches Maß reduziert. Ist er falsch eingestellt oder defekt, ist der Wasserdruck in der ganzen Wohnung zu niedrig oder zu hoch – Einstellung und Tausch gehören in Fachhände.

Druckschlag (Wasserschlag)

Das hörbare Klopfen in der Leitung, wenn schnell schließende Armaturen oder Magnetventile den Wasserfluss abrupt stoppen. Gelegentlich harmlos – dauerhafte Druckschläge belasten Verbindungen und Dichtungen und sollten geprüft werden.

Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher (Boiler)

Zwei Arten, Warmwasser zu machen: Der Durchlauferhitzer erhitzt das Wasser im Moment des Durchfließens; der Warmwasserspeicher – umgangssprachlich „Boiler“ – hält einen Vorrat bereit. Wichtig: Elektrische Durchlauferhitzer laufen mit Starkstrom und gehören nie in Laienhand. Mehr auf der Seite Boiler & Durchlauferhitzer.

E

Eckventil

Das kleine Absperrventil unter Waschbecken, Spüle oder Spülkasten. Damit sperren Sie eine einzelne Entnahmestelle ab – wichtig bei tropfenden Armaturen oder einem nachlaufenden WC.

Elementarschadenversicherung

Ein Zusatzbaustein zur Wohngebäude- oder Hausratversicherung, der Naturgefahren wie Starkregen, Hochwasser und Rückstau abdeckt. Ohne diesen Baustein sind Rückstauschäden meist nicht versichert – verbindlich ist immer die eigene Police.

Entlüften (Heizkörper)

Luft aus dem Heizkörper lassen: Mit dem Entlüftungsschlüssel das kleine Ventil öffnen, bis statt Zischen Wasser kommt. Hilft, wenn ein Heizkörper gluckert oder oben kalt bleibt – eine der wenigen Heizungsarbeiten, die Laien sicher selbst erledigen können (Anleitung im Ratgeber).

F

Fallrohr / Fallleitung

Die senkrechte Abwasserleitung, die die Stockwerke eines Hauses entwässert. Sitzt eine Verstopfung nicht im Siphon, sondern tiefer im Fallrohr, sind mehrere Abflüsse betroffen – ein Fall für die Abflussreinigung mit Spirale oder Hochdruckspülung.

G

Gewährleistung und Garantie

Zwei verschiedene Dinge: Die Gewährleistung ist die gesetzliche Haftung für Mängel – sie besteht immer, per Gesetz. Eine Garantie ist ein freiwilliges, zusätzliches Versprechen eines Herstellers oder Betriebs zu dessen eigenen Bedingungen. Wer die gesetzliche Gewährleistung als besondere „Garantie“ anpreist, verkauft Ihnen etwas, das Ihnen ohnehin zusteht.

Grundleitung

Die im Erdreich oder in der Bodenplatte liegende Abwasserleitung, die das Gebäude an den Kanal anschließt. Probleme dort gehören zur Kanalreinigung – ein seriöser Sanitärbetrieb sagt Ihnen ehrlich, wenn der Fall dorthin gehört.

H

Härtegrad

Gibt an, wie viel Kalk das Leitungswasser enthält (weich, mittel, hart). Je härter das Wasser, desto schneller verkalken Armaturen und Geräte. Den Härtegrad für Ihre Adresse nennt der örtliche Wasserversorger – mehr im Ratgeber-Beitrag zu hartem Wasser in Regensburg.

Hauptabsperrhahn (Hauptabsperreinrichtung)

Der Hahn, der die gesamte Wasserzufuhr des Hauses sperrt – meist im Keller nahe der Wasseruhr. Der wichtigste Handgriff bei jedem Rohrbruch: zudrehen, dann anrufen. Es lohnt sich, seinen Standort zu kennen, bevor man ihn braucht.

Heberglocke

Das Bauteil im Spülkasten, das beim Spülen das Wasser freigibt. Ist ihre Dichtung verkalkt oder verschlissen, „läuft die Toilette nach“ – ein stiller Wasserverbraucher und der häufigste WC-Defekt.

Hochdruckspülung

Reinigung von Abwasserleitungen mit einem Wasserstrahl unter hohem Druck. Löst auch hartnäckige Ablagerungen und Fett – gründlicher als Chemie und schonender für das Rohr. Teil der professionellen Rohrreinigung.

Hydraulischer Abgleich

Eine Einstellarbeit, die jeden Heizkörper genau mit der Wärmemenge versorgt, die sein Raum braucht. Ergebnis: gleichmäßige Wärme und geringerer Verbrauch. Bei manchen Förderprogrammen ist der Abgleich Voraussetzung – Thema der Heizungswartung.

I

Installateurverzeichnis / konzessionierter Fachbetrieb

Wer an Gas- oder Trinkwasserinstallationen arbeiten will, muss beim örtlichen Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen sein. Dieser Eintrag ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Kunden vor unqualifizierten Arbeiten – besonders wichtig bei allem rund um die Gastherme.

K

Kartusche

Das Steuerherz im Einhebelmischer – ein Verschleißteil. Eine verschlissene oder verkalkte Kartusche ist der häufigste Grund, warum ein Wasserhahn tropft oder schwergängig wird.

Kleinreparaturklausel

Eine Regelung in vielen Mietverträgen, nach der Mieter kleine Reparaturen an Teilen, die sie häufig benutzen (etwa Armaturen), bis zu einer vereinbarten Grenze selbst tragen. Ob und wie sie gilt, steht im eigenen Mietvertrag – bei Schäden an der Gebäudeinstallation ist grundsätzlich der Vermieter zuständig.

L

Leckage / Leckortung

Eine Leckage ist eine undichte Stelle in einer Leitung. Die Leckortung findet versteckte Lecks zerstörungsarm – per Feuchtemessung, Wärmebild, akustischer Ortung oder Tracergas – statt Wände auf Verdacht zu öffnen. Ausführlich erklärt auf der Seite Leckage & Wasserschaden.

Legionellen

Bakterien, die sich in stehendem, lauwarmem Wasser vermehren können – deshalb gelten für Warmwasseranlagen Temperaturvorgaben und in größeren Mietshäusern regelmäßige Prüfpflichten. Die richtige Warmwassertemperatur ist ein Thema für den Fachbetrieb, nicht fürs Ausprobieren.

M

Magnetventil

Ein elektrisch gesteuertes Ventil, etwa in Wasch- und Spülmaschinen, das den Wasserzulauf öffnet und schließt. Schließt es abrupt, kann ein Druckschlag in der Leitung entstehen; ist es undicht, läuft Wasser unkontrolliert nach.

R

Rohrreinigungsspirale

Das klassische Werkzeug der Abflussreinigung: eine flexible Stahlspirale, die in die Leitung geführt wird und Verstopfungen mechanisch löst – gezielt und ohne Chemie.

Rückstau

Abwasser steigt aus einer tieferliegenden Leitung zurück – erkennbar daran, dass Wasser aus Bodenabläufen oder tiefliegenden Abflüssen hochkommt. Rückstau ist akut (Überflutungsgefahr im Keller) und in donaunahen Lagen wie dem Ostenviertel oder Reinhausen ein ernstzunehmendes Dauerthema.

Rückstauklappe (Rückstausicherung)

Eine Klappe in der Abwasserleitung, die sich bei Rückstau aus dem Kanal automatisch schließt und so Keller und tiefliegende Räume schützt. Ob sie sinnvoll ist, hängt von der Lage der Abläufe zur Rückstauebene ab – das prüft der Fachbetrieb vor Ort.

S

Siphon (Geruchsverschluss)

Das gebogene Rohr unter Waschbecken und Spüle. In seinem Bogen steht immer Wasser – diese Sperre hält Kanalgeruch aus der Wohnung. Zugleich ist der Siphon die häufigste Verstopfungsstelle, weil sich hier Haare und Ablagerungen sammeln.

Spülkasten und Füllventil

Der Spülkasten bevorratet das Spülwasser (aufgesetzt, in der Wand oder als Druckspüler). Das Füllventil mit Schwimmer regelt den Wasserstand. Verschleißt es, „läuft die Toilette nach“ – der häufigste WC-Defekt.

Steigleitung

Die senkrechte Wasserleitung, die das Trinkwasser durch die Stockwerke eines Hauses nach oben führt. Bei Arbeiten an der Steigleitung ist meist das ganze Haus oder ein Strang ohne Wasser – Absprache mit Verwaltung oder Nachbarn inklusive.

Strahlregler (Perlator)

Das kleine Sieb vorn am Auslauf des Hahns; es mischt Luft bei und verhindert Spritzen. „Perlator“ ist eigentlich ein Markenname. Verkalkt der Strahlregler, wird der Strahl schwach – abschrauben und entkalken hilft oft schon.

T

Thermostatventil

Der Drehregler am Heizkörper. Er regelt die Raumtemperatur selbstständig – klemmt sein Stift, bleibt der Heizkörper kalt, obwohl die Anlage läuft.

U

Umwälzpumpe

Die Pumpe, die das Heizwasser durch Kessel, Rohre und Heizkörper bewegt. Fällt sie aus, bleiben die Heizkörper kalt, obwohl der Kessel läuft.

V

Verzinkte Stahlrohre

Der übliche Leitungswerkstoff früherer Jahrzehnte, in Regensburger Altbauten noch häufig anzutreffen. Verzinkte Rohre rosten mit den Jahren von innen – typische Folgen sind braunes Wasser, sinkender Druck und irgendwann Undichtigkeiten.

Vorwandinstallation

Eine vor die Wand gesetzte Installationsebene, in der Spülkasten und Leitungen verschwinden – der Standard im modernen Bad. Praktisch fürs Auge, aber bei Defekten schwerer zugänglich als Aufputz-Technik.

W

Wasserzähler (Wasseruhr)

Misst den Wasserverbrauch des Hauses. Ein klassischer Leck-Test: alle Hähne zu – dreht sich der Zähler trotzdem, verliert die Installation irgendwo Wasser.

Wohngebäude- und Hausratversicherung

Die übliche Aufgabenteilung bei Leitungswasserschäden: Die Wohngebäudeversicherung zahlt für Schäden am Gebäude, die Hausratversicherung für Möbel und persönliche Dinge. Läuft Wasser zum Nachbarn durch, ist die private Haftpflicht gefragt – verbindlich ist immer die eigene Police.

Z

Zirkulationsleitung

Eine zusätzliche Warmwasserleitung mit Pumpe, die das warme Wasser im Haus zirkulieren lässt – damit es am Hahn sofort warm kommt, statt erst nach langem Laufenlassen. Komfortabel, aber wartungsbedürftig und ein Energiethema.

Begriff nicht gefunden?

Fragen Sie einfach – am Telefon erklären wir jeden Fachbegriff in verständlichem Deutsch. 0176 – 16 0519 88 – die Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

Weiterführend: Sanitär-Ratgeber · alle Leistungen · häufige Fragen