Die Kurzantwort Wenn der Strahl spritzt, zur Seite zieht oder schwächer wird, ist in Regensburg der erste Verdächtige immer derselbe: Kalk. Bei rund 17 °dH („hartes” REWAG-Wasser) setzen sich Perlator und Duschkopf innerhalb weniger Monate zu. Beides entkalken Sie selbst in einer halben Stunde – Zitronensäure genügt. Bleibt der Strahl danach schwach, liegt die Ursache tiefer, und das ist dann unser Teil.

Perlator entkalken – die 10-Minuten-Kur

  • Abschrauben: Das Mundstück vorn am Hahn von Hand oder mit Tuch und Zange (Tuch schützt die Verchromung) gegen den Uhrzeigersinn lösen.
  • Einlegen: Sieb und Einsatz in warmes Wasser mit Zitronensäure (ein Esslöffel auf einen Becher) – 30 Minuten bis über Nacht, je nach Kruste. Essigessenz geht auch, riecht aber und greift manche Gummidichtungen eher an.
  • Spülen, Dichtung prüfen, aufschrauben. Ist das Sieb beschädigt oder die Dichtung platt: Ersatz kostet wenig – auf die Größe achten (gängig sind M22/M24).

Duschkopf entkalken

Handbrause abschrauben und über Nacht in die gleiche Lösung legen; verkalkte Düsen danach mit dem Daumen durchrubbeln (bei Silikonnoppen lösen sich die Reste leicht). Kopfbrausen, die fest montiert sind, bekommen die Beutel-Methode: Gefrierbeutel mit Entkalkerlösung über die Brause stülpen und mit Gummiband fixieren. Auch die Dichtung im Brauseschlauch-Anschluss profitiert von einem Tausch, wenn sie hart geworden ist.

Wie oft ist nötig?

Bei Regensburger Wasserhärte realistisch: Perlatoren alle drei bis sechs Monate, Duschköpfe halbjährlich. Wer das einplant (etwa zum Jahreszeitenwechsel), hat dauerhaft vollen Strahl – und schont nebenbei Armaturen und Thermostate, denen der Kalk sonst als Nächstes zusetzt.

Ab hier ist es Profi-Sache

Ist der Strahl trotz frisch entkalktem Perlator schwach, sitzt das Problem dahinter: verkalkte Eckventile, ein zugesetztes Sieb im Armaturenkörper, ein müder Druckminderer oder – im Altbau – enge, innen zugewachsene Leitungen. Auch ein Duschthermostat, das trotz Pflege nicht mehr richtig mischt, ist innen meist verkalkt; die Kartusche tauschen wir schneller, als sich der Ausbau in Anleitung-Videos anfühlt. Und wenn Sie das Thema dauerhaft loswerden wollen, rechnen wir ehrlich vor, ab wann sich eine Enthärtungsanlage für Ihren Haushalt lohnt – und ab wann nicht.

Typisch Regensburg

Die 17 °dH sind kein Mangel, sondern Mineralreichtum aus den Gewinnungsanlagen der REWAG – fürs Trinken gut, für Technik anstrengend. Der weiße Rand am Wasserkocher, die Flecken auf der Duschabtrennung und der zugesetzte Perlator sind drei Symptome derselben Ursache. Wer in Regensburg wohnt, entkalkt nicht einmal, sondern regelmäßig – oder entscheidet sich einmal für die Enthärtung.

Rufen Sie an, schildern Sie Ihren Fall – wir sagen Ihnen ehrlich, ob Entkalken reicht oder die Ursache tiefer sitzt.

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